EINFÜHRUNG IN DIE BREITBANDSENSORIK

Ein Teil des Lebensgleichgewichts
Die Breitbandsensorik ist ein wichtiger und integraler Bestandteil wie Tieren uberleben können. Für Tiere ist es ein Ausgleich für all ihre aktiven, fokussierten Sinneswahrnehmungen und beim Dösen.

Die Breitbandsensorik führt nicht zu den gleichen psychischen Problemen, und sie hat nicht das gleiche geniale kreative Potenzial wie die Fokussierung. Für sich allein würde es nichts lösen, wir würden verhungern oder gefressen werden. Tiere müssen sich konzentrieren und reagieren, sobald sie Nahrung oder Gefahr wahrnehmen. Der Wert der Breitbandsensorik liegt im Ausbalancieren und im Wechsel mit der fokussierten Wahrnehmung.

Beobachten Sie, wie jede Amsel, die an einem Wurm zieht, ständig nach Raubtieren Ausschau hält. Und Hasenohren lauschen immer nach Gefahr , während der Hase frisst. Oder wenn sie dösen, wie der Hase seine Ohren nach außen dreht , offen für Geräusche, und schlafende Vögel haben ein Auge offen.

Tiere nutzen diese Art der Wahrnehmung in Kombination mit all ihren fokussierten Aktivitäten und auch beim passiven Dösen. Es ersetzt keine Aktivität oder Dösen, es macht es sicher. Es ist Teil des Lebendig seins. Breitband ist Teil der Mischung.

Es ist nichts Besonderes, jedes Tier macht es. Jedes Tier, ausser dem Menschen. Die Breitbandsensorik ist ein vergessener Teil des grundlegenden Gleichgewichts des Lebens.

Den Breitbandmodus einschalten - Sehen
Es gibt viele verschiedene Qualitäten der Breitbandsensorik. Die Menschen haben alle ein unterschwelliges Bewusstsein dafür, was um uns herum geschieht, selbst wenn sie über andere Dinge nachdenken.

Gelegentlich machen wir eine intensive Erfahrung der Wahrnehmung und des Vergnügens, indem wir auf breitbandige Weise wahrnehmen. Breitbandsehen geschieht oft beim Blick in die Ferne auf ein Panorama. In diesen Momenten konzentrieren wir uns nicht auf etwas Bestimmtes, wir staunen einfach über alles. Es öffnet unsere Sinne auf eine besondere Art und Weise.

Wie können wir diese Intensität finden, ohne dass wir etwas Großartiges oder Schönes erleben? Die Innenperspektive, ist der entscheidende Teil, nicht der äußere Reiz.

Du könntest dich vielleicht schnell in das Gefühl hineinversetzen, wenn Du ein leeres Blatt A4 nimmst, - falte es in der Hälfte und halte es seitlich vor Deine Augen. Darauf fokussieren und konzentrieren, aber schaue dir die interessanten Dinge an, die überall um das Blatt herum geschehen. Dann schiebe es ein paar Zentimeter weg, schaue noch einmal um - schiebe es noch ein paar Zentimeter weiter weg und fokussiere dich weiter darauf, aber schaue überall um es herum.

Sobald Du dies wirksam tun kannst, suche eine leere Wand oder einen monotonen Himmelsbereich, alles, was keinen Brennpunkt hat, und fokussiere dich darauf - während Du alles andere betrachtest. (Wenn das zu schwierig ist, dann suche geradeaus einen langweiligen, unbeweglichen Brennpunkt, fokussiere darauf, aber konzentriere dich auf alles andere).

In Kapitel Zwei werden viele anderer Ansätze für das Breitbandsehen besprochen, aber Du wirst bereits ein Gefühl für die ovale Form Deines Breitband-Sehfeldes haben. Wenn Du draußen bist, wirst Du viele Dinge sehen, die sich bewegen, nehme sie einfach alle wahr, aber betrachte weiterhin das Gesamtbild.

Meine Erfahrung ist es, anstatt die Welt wie einen Fernsehschirm zu betrachten, ich das Gefühl habe, ich befinde mich direkt im inneren des Fernsehschirms. Das normale Gefühl des Subjekts, das auf ein Objekt schaut, ist ganz anders, es ist ein "Sein mit" dem, was ich sehe, anstatt es
anzuschauen.

Fokussieren trennt, Breitband integriert
Das fokussierte Denken entwickelte sich, um die Unterscheidung und Beziehung zwischen Objekten zu verstehen; das fokussierte Fühlen entwickelte sich, um Dinge zu tun, und bezieht daher immer einen Macher und ein Getanes, ein Subjekt und ein Objekt mit ein.

Durch die breitband-Art des Wahrnehmens fühlen sich die Tiere stärker in allem, was sie fühlen, einbezogen und mit ihm verbunden. Es hat sich über Milliarden von Jahren genau aus diesem Grund entwickelt: weil es die direkteste, zuverlässigste Art und Weise ist, mit allem, was um einen herum geschiet, in Kontakt zu sein.

Aus der Art und Weise, wie wir fühlen und wie wir unsere Sinne einsetzen, erschaffen wir die Welt, die wir fühlen. Das werde schon oft gesagt, aber nur selten direkt auf unsere Sinne angewandt worden. Es ist nichts Mystisches oder Metaphysisches, es ist nicht einmal philosophisch, es ist nur am Anfang etwas seltsam: Ich schlage eine physiologische Methode vor, die Sinne zu nutzen, wach zu sein, jetzt, und sich mit unserer unmittelbaren Umgebung verbunden zu fühlen.

Das ist nicht schwierig, Tiere machen das schon seit Millionen von Jahren. Wir haben das alles als Babys gemacht.

'Broadbanding' gehört zu dieser Sammlung seltener Wörter wie Liebe und Empathie, als ein Seinszustand, in dem das Subjekt eng mit dem Objekt verbunden ist.

Diese Modus unseres Seins ist Teil des vollständigen Menschseins. Sie ist eine Grunderfahrung für jede Philosophie oder Psychologie des Menschen, ohne ihn betrachten wir nur eine begrenzte Version dessen, was der Mensch tun und sein kann – ohne ihn verstehen wir den Menschen nur im Kontext einer Beziehung zwischen den Brennpunkten: "Ich" und "Gott"; oder Selbst und Welt, - ohne das Breitbandgleichgewicht der Integration.

Bitte fahren Sie fort mit "Das Einfache Gefuhl des Jetzt"

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